Beschreibung
„Bin Mensch nicht auch ich?“
Erinnern – Erzählen – Erleben
Graphic Novel
5 Geschichten von:
Marion Goedelt, Inbal Leitner, Stephanie Lunkewitz,
Lisa Rock und Bianca Schaalburg
Hg: Jens Aspelmeier, Jana Mikota, Daniel Stein
Erzählendes Sachbuch
260 Seiten; 200 Seiten Illustrationen u Fotos.
Hardcover
ISBN 978-3-945530-59-7
Preis 29,00 Euro (D), 29,80(A)
ET Ende Juni 2026; Ariella Verlag
Modern inszeniert und grafisch erzählt, ist dies das passende Buch für junge Leser:innen, die sich für die Zeit des Nationalsozialismus und die Lebensgeschichten verfolgter Menschen interessieren.
Für Lehrer:innen ist es Gesprächsöffner und Unterrichtshilfe zugleich – ein Anlass, die lokalen Begebenheiten und einzelne Schicksale im lokalen (hier am Beispiel des Siegerlands), wie im größeren historischen Kontext zu erkunden und die Möglichkeiten grafischer Formen der Erinnerungskultur kennenzulernen.
Fünf Illustratorinnen erzählen Lebensgeschichten aus der Stadt Siegen und dem Umland, die sich zur Zeit des Nationalsozialismus in Südwestfalen ereignen. Sie tauchen tief in die Vergangenheit ein und schildern die Erlebnisse und Erfahrungen der fünf Protagonist:innen. Hier treffen historische Aufarbeitung und gegenwärtige Erinnerung auf eine Weise aufeinander, die das Interesse vor allem junger Leser:innen an deutscher Geschichte wecken und für die generationsübergreifende Verantwortung für diese Geschichte sensibilisieren soll.
In Form von grafischen Kurzgeschichten im Stil einer Graphic Novel werden folgende historisch dokumentierte Biografien erzählt:
- -Zina, die als junges Mädchen aus Weißrussland mit ihrer Familie nach Siegen deportiert und dort als Zwangsarbeiterin Schwerstarbeit leisten musste.
- -Otto Päulgen aus Niederschelderhütte, ein Opfer des sogenannten „Euthanasieprogramms“
- -Inge Frank, eine Jüdin aus Weidenau, die 1942 deportiert und anschließend ermordet wird
- -Betty Hochmann, eine Jüdin, die gegen den Willen ihrer Eltern als Fünfzehnjährige ins damalige Palästina auswandert
- -Die Siegener Synagoge und ihre Zerstörung
Fotos zum Making-of, der Recherche und des Storytelling Prozesses ergänzen die Geschichten und leiten beispielhaft an, auf eigene Erkundungen und Erstellungen von Graphic Novels im Sinne der lokalen Erinnerungsarbeit zu gehen. Besonders für Lehrer:innen und ihren Unterricht ist es ein anregendes Werk.
Historische Einordnungen helfen auch ‚Geschichts-Neulingen‘ die Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen und eine Variante zur traditionellen Erinnerungsarbeit zu bieten.
Die dritte Generation nach dem NS-Regime ist wieder sehr interessiert, die eigene Geschichte aufzudecken, und dieses Buch ist die Unterstützung zu dem aktuellen Interesse.
